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DU MACHST WAS BITTE?

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DU MACHST WAS BITTE?

DU MACHST WAS BITTE?

Ich besuche die Stadt, in der ich aufgewachsen, zur Schule und zur Universität gegangen bin. Mit Mitte 20 bin ich dann fortgezogen, wie es viele meiner Schulkameraden bzw. Kommilitonen nach Abschluss des Studiums gemacht haben.

Hinaus in die berühmte „weite Welt“. Zunächst nach Heidelberg für die Referendarausbildung, danach in die USA zum Master-Studium, dann in die Kanzlei nach Frankfurt, anschließend nach München, in-house für dort ansässige US IT Firmen, über den „großen Teich“ hinüber ins Silicon Valley alle 6 Wochen, 60-Stunden-Woche, jahrelang, Conference Calls mit den USA und Asien nachts um 02:00. Eine unglaubliche Reise. Aufregend, erlebnisreich, spannend, vielseitig. Und dann irgendwann der Entschluss nach einem Training: «Ich werde professioneller Coach». Certified Professional Co-Active Coach, um es genau zu sagen. Bei CTI, The Coaches Training Institute.

Ich sitze im Straßencafé neben der juristischen Fakultät und erzähle einem ehemaligen Studienkollegen (er ist einer der wenigen, die hier vor Ort geblieben sind), dass ich nun zertifizierter und akkreditierter Coach bin und gedenke, als solcher künftig hauptberuflich mein Brot zu verdienen.

 

Du machst was bitte? Was soll das sein? Coach? Du meinst Fußballtrainer? Sehr lustig. In welcher Liga denn bitte? Welche Mannschaft denn?“

 

Ungläubiges Kopfschütteln. Und dann ein Schluck Kaiserstühler Weißburgunder. Breites Grinsen. Bevor weitere Kommentare in meine Richtung kommen, starte ich einen Versuch: „Also, als Coach arbeite ich mit Klienten, die persönliche oder berufliche Herausforderungen meistern und dann verantwortungsvoll ihr Leben ändern.“ - „Das heißt, du bist jetzt Therapeut, oder was?“ - „Nein, nein. Therapie ist etwas ganz Anderes“, antworte ich. „Ich heile niemanden. Ich schaue nicht in die Vergangenheit. Als Coach arbeite ich in der Gegenwart, aber vor allem ausgerichtet auf die Zukunft hin. Ich schaue mit meinen Klienten immer nach vorne. Selten zurück.“

Ich merke, wir kommen nicht wirklich weiter. „Pass auf, versuchen wir es mit einer Definition.“ Schließlich sitzt mir ein Anwalt gegenüber. Der kann Definitionen.  „Die International Coach Federation – ich bin übrigens zertifiziertes und akkreditiertes Mitglied bei der ICF“ – Stirnrunzeln und dann ein Schluck Weißburgunder – „also die ICF definiert Coaching folgendermaßen:

«Coaching ist ein partnerschaftlicher und zum Nachdenken anregender Prozess, der Menschen und Organisationen kreativ dabei unterstützt, ihr persönliches und professionelles Potential zu steigern.»"

„Noch ein Viertele bitte!“ Es scheint, die Definition hat ihn nicht wirklich überzeugt. So geht’s dann noch eine Weile hin und her ... Verständnisfortschritte erzielen wir nicht wirklich welche. Da ihn wichtige Termine zurück in die Anwaltswelt rufen, er gleichwohl neugierig geworden ist, was ich da künftig mit meinem Leben anstellen werde, verabreden wir uns kurzerhand für den nächsten Nachmittag zu einem kostenlosen „Probe-Coaching“ in seiner Kanzlei. «Ob er etwas vorbereiten oder mitbringen müsse», ruft er mir noch zu, bevor er sich auf sein Fahrrad schwingt und davonradelt. „Nein, nein alles ok. Nur dich selbst!“, rufe ich ihm nach und zahle dann für uns beide die Rechnung.

Nachdenklich laufe ich durch die Stadt zurück zum Parkhaus. Ein Gedanke kommt auf, der mich eine Weile beschäftigt: «Wie erkläre ich potentiellen Klienten, Interessierten, Neugierigen, was genau Coaching ist und warum sie mit einem Coach zusammenarbeiten sollten?»

Nachdem ich meinem Ex-Kommilitonen ohne Zweifel am nächsten Tag weiterhin Rede und Antwort stehen muss, bereite ich mich abends auf das anwaltliche Kreuzverhör vor.



Gemäß den Grundprinzipien der ICF gilt folgendes:

Ein Klient arbeitet mit einem Coach zusammen, weil er sein persönliches oder professionelles Potential steigern möchte. Coaching regt den Klienten auf kreative Weise zum Nachdenken an. Das wird er verstehen (müssen). Keine Frage.

Als Coach erkenne ich meine Klienten als Experten des eigenen persönlichen und/oder beruflichen Lebens an. Als Coach bin ich demzufolge der Überzeugung, dass alle Klienten über genügend Ressourcen verfügen, kreativ, eigenverantwortlich und in sich vollkommen sind.

Basierend auf diesem Verständnis werde ich als Coach:

• in völliger Übereinstimmung mit dem Klienten erarbeiten/definieren, was dieser im Coaching erreichen und erzielen möchte

• den Klienten ermutigen, sich selbst und seine/ihre Möglichkeiten zu entdecken

• den Klienten bei der Entwicklung von eigenen Lösungen und Strategien begleiten

• stets die Eigenverantwortlichkeit des Klienten anerkennen und die Ergebnisverantwortung und Zuständigkeit jederzeit beim Klienten belassen.



Auch das wird ihm gefallen. Lässt er sich doch ungern von anderen reinreden und vorschreiben, was er zu tun hat. «Ich bin mein eigener Chef und weiß, was für mich gut und wichtig ist.» Mit diesem Motto ist er bislang doch recht erfolgreich durchs Leben gekommen.

Jetzt macht es die ICF aber spannend – bestimmt auch für ihn ...

Durch den Coaching-Prozess können Klienten umfassend lernen, ihre Leistungen zu verbessern und die Lebensqualität zu erhöhen. In jeder Coaching-Sitzung wählt der Klient den Schwerpunkt der Konversation, während der Coach intensiv zuhört und mit Beobachtungen und Fragen zur Seite steht.

Die Interaktion führt den Klienten zu umfassender Klarheit und aktivem Handeln. Coaching beschleunigt die Fortschritte des Klienten indem es ihm die Konzentration auf Schwerpunktthemen und die deutlichere Wahrnehmung von Wahlmöglichkeiten anbietet.

Der Coach konzentriert sich darauf, wo sich die Klienten heute befinden und fördert ihre Bereitschaft, Veränderungen herbeizuführen, um dorthin zu gelangen, wo sie morgen sein möchten.

Leistungsverbesserung. Klarheit. Lebensqualität erhöhen. Intensives Zuhören und Fragen. Aktives Handeln. Wahrnehmung von Wahlmöglichkeiten. Notwendige Veränderungen im Beruf und Privaten herbeiführen. Bereitschaft für Veränderungen. Für das persönliche oder professionelle morgen.

In Erinnerung an meine persönlichen Erfahrungen und meine eigene Transformation genau zu diesen Themen während meiner Coach Ausbildung und Zertifizierung spüre ich, wie sich ein Lächeln auf mein Gesicht setzt. Ich denke an meinen Freund. «Hat er nicht neulich erst am Telefon davon gesprochen, dass ihm alles zu viel wird?», fällt es mir wieder ein. „Auswandern, Wein anbauen in Süd Afrika, Rinder züchten in Australien. Weg. Raus hier. Ich sag Dir, ich weiß oft nicht mehr weiter. Kann mich nicht entscheiden. Ich habe die Nase voll. Und zwar gestrichen.“

Wären somit genau diese Punkte nicht passende Themen für ein Coaching wie es die ICF zusammenfasst? Könnte nicht ein Coach meinem Freund genau dabei helfen, für sein Leben Klarheit zu gewinnen, zu entscheiden, ob der Weinanbau in Süd Afrika, die Rinderzucht in Australien oder vielleicht beides zusammen dann aber in Chile genau das ist, was ihn (wieder) kreativ, eigenverantwortlich und in sich vollkommen sein bzw. werden lässt?

Als ICF Coach weiß ich, dass die Ergebnisse des Coachings aus den Entscheidungen und Handlungen des Klienten herrühren, unterstützt von den Anstrengungen und Interventionen des Coachs im Coaching.

Ich weiß auch, dass mein Freund morgen sein Thema frei und eigenverantwortlich wählen wird. Er allein wird entscheiden, ob es wirklich Weinanbau und Rinderzucht sind, über die er sprechen und letztlich entscheiden möchte. Ich darf und werde ihm keinerlei Vorgaben machen. Auch wenn eine Entscheidung seinerseits in dieser Richtung durchaus reizvoll erscheint. Ich sehe mich schon auf einer Holzveranda in der Neuen Welt sitzen mit einem Glas Rotwein in der Hand während nebenan der Gill brutzelt.

Ich bin gespannt, welches Thema er morgen letzten Endes aufbringen wird. Zunächst jedoch gilt es für mich, ihm wirklich klar zu machen, was Coaching ist und worauf er sich dabei einlässt. Ob ich mit meinen Erklärungen dann Erfolg habe oder nicht, wird sich zeigen. Ich freue mich auf die morgige Proberunde. Macht mein Studienfreund letztendlich doch genau das Richtige. Unabhängig davon, ob für ihn alle Unklarheiten beseitigt sind oder nicht, probiert er Coaching einfach aus. Er lässt sich auf Coaching probeweise ein.

Viele Coaches bieten – wie ich auch – kostenlose „Probe-Sitzungen“ an, in denen der potentielle Klient feststellen und frei entscheiden kann, ob Coaching für ihn bzw. sie in Frage kommt und ob der Coach der oder die Richtige ist, mit dem man zusammenarbeiten möchte. In so einer ersten Testsitzung können potentielle Klienten für sich entscheiden, ob Coaching tatsächlich das kreative Tool sein kann, das sie dabei unterstützt, ihr persönliches und professionelles Potential zu steigern.

Natürlich könnten sie mir auch einen Weißburgunder ausgeben und ich erkläre es ihnen dann gerne persönlich.

Interessiert? Neugierig auf Coaching?

Probieren Sie es aus; nähere Informationen unter: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

17 09, 17
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